Nachrüstung

Fußbodenheizung nachrüsten

Fußbodenheizung in bestehende Gebäude einbauen, ohne den kompletten Boden aufzureißen. Fräsen, Trockenbau oder Dünnschicht: Wir wählen das System, das zu Ihrem Estrich, Ihrer Aufbauhöhe und Ihrem Budget passt.

Transparente Scope-Kalkulation
Normkonforme Ausführung nach GEG
Förderdokumentation inklusive
Ausgangslage

Wann lohnt sich eine Nachrüstung?

Ob bei einer Sanierung, nach dem Heizungstausch auf Wärmepumpe oder weil Heizkörper stören: Die Nachrüstung einer Fußbodenheizung ist in den meisten bestehenden Gebäuden möglich. Welches System passt, entscheiden Estrich, Aufbauhöhe und Untergrund.

Typische Situationen

  • Heizungstausch auf Wärmepumpe geplant oder erfolgt
  • Heizkörper stören optisch oder nehmen Stellfläche weg
  • Ungleichmäßige Wärmeverteilung im Raum
  • Sanierung steht an, Bodenbelag wird ohnehin erneuert
  • Kalte Füße trotz laufender Heizung

Voraussetzungen prüfen

  • Estrichzustand: tragfähig, rissfrei, Feuchte geprüft
  • Estrichdicke: beim Fräsen mindestens 4 cm Zementestrich
  • Aufbauhöhe: wie viel Platz ist bis zur Türunterkante?
  • Untergrund: Holzbalkendecke oder Betondecke?
  • Statik: Belastbarkeit des bestehenden Bodenaufbaus
Systemvergleich

Drei Systeme für die Nachrüstung

Jedes System hat seine Stärken. Welches passt, entscheidet der Estrich, die Aufbauhöhe und die Bausubstanz. Besonders lohnt sich die Nachrüstung, wenn ein Heizungstausch von Gas auf Wärmepumpe geplant ist. Die Fußbodenheizung wird dann als Umfeldmaßnahme mitgefördert und sorgt gleichzeitig für die niedrigen Vorlauftemperaturen, die eine Wärmepumpe effizient arbeiten lassen.

Fräsverfahren

30–70 €/m²

Fräsen + Verlegen

Aufbauhöhe0 mm zusätzlich
VoraussetzungZementestrich ab 4 cm

Vorteile

  • Keine zusätzliche Aufbauhöhe
  • Schnell, keine Trocknungszeiten
  • Ideal bei Sanierung mit Bodenbelagwechsel

Einschränkungen

  • Nur bei tragfähigem Zementestrich
  • Staubentwicklung trotz Absaugung
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Trockensystem

80–140 €/m²

Material + Einbau

Aufbauhöheab ca. 20 mm
VoraussetzungJeder Untergrund

Vorteile

  • Ideal für Holzbalkendecken
  • Keine Feuchtigkeit im Aufbau
  • Schnelle Reaktionszeit

Einschränkungen

  • Höhere Materialkosten
  • Aufbauhöhe muss vorhanden sein
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Dünnschichtsystem

70–120 €/m²

Material + Einbau

Aufbauhöheab ca. 15 mm
VoraussetzungTragfähiger Untergrund

Vorteile

  • Geringster Aufbau aller Nasssysteme
  • Schnelle Reaktionszeit
  • Gut kombinierbar mit Fliesen

Einschränkungen

  • Kurze Trocknungszeit nötig
  • Untergrund muss eben sein
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* Alle Preise sind Richtwerte inkl. MwSt. Demontage alter Bodenbeläge (20–40 €/m²) und Wiederherstellung nicht enthalten.

So läuft es ab

Von der Bestandsaufnahme bis zur Inbetriebnahme

1

Bestandsaufnahme vor Ort

Wir prüfen Estrichtyp, Estrichdicke, Feuchtigkeit und Tragfähigkeit. Wir messen die verfügbare Aufbauhöhe und klären die Anschlusssituation am Heizkreisverteiler.

2

Systemempfehlung & Angebot

Auf Basis der Bestandsaufnahme empfehlen wir das passende System. Sie erhalten ein transparentes Angebot mit getrennter Kalkulation: Heizsystem und Wiederherstellung.

3

Fördermittelklärung

Wir prüfen, ob KfW 458 oder BAFA BEG-EM für Ihr Projekt infrage kommen. Wichtig: Förderanträge müssen vor Auftragsvergabe gestellt werden.

4

Rückbau & Vorbereitung

Alter Bodenbelag wird entfernt, der Untergrund vorbereitet. Bei Fräsverfahren wird die Baustelle staubgeschützt abgeschottet.

5

Einbau & Anschluss

Heizrohre werden verlegt, an den Verteiler angeschlossen und das System befüllt. Hydraulischer Abgleich nach Verfahren B gemäß § 60c GEG.

6

Inbetriebnahme & Dokumentation

Funktionsprüfung aller Heizkreise, Übergabe der Dokumentation für Fördernachweise. Einweisung in die Regelung.

Kostenübersicht

Was kostet die Nachrüstung?

Wir kalkulieren transparent: Heizsystem und Wiederherstellung getrennt aufgeführt, damit Sie genau wissen, wofür Sie zahlen.

Kostenblock
Preisspanne
Hinweis
Fräsen (+ Verlegen)
30–70 €/m²
Zementestrich ab 4 cm
Trockenbausystem
80–140 €/m²
Inkl. Systemplatten
Dünnschichtsystem
70–120 €/m²
Geringster Aufbau
Demontage alter Beläge
20–40 €/m²
Abhängig vom Material
Heizkreisverteiler
500–1.500 €
Je nach Anzahl Kreise
Hydraulischer Abgleich
500–1.200 €
Verfahren B, Pflicht
Bodenwiederherstellung
30–80 €/m²
Je nach Belag
Komplettpreis typisch
90–150 €/m²
Inkl. allem
Vorschriften & Normen

Was ist bei der Nachrüstung gesetzlich vorgeschrieben?

Hydraulischer Abgleich

§ 60c GEG

Pflicht bei Neuinstallation wassergeführter Heizungen. Verfahren B mit raumweiser Heizlastberechnung nach DIN EN 12831.

Einzelraumregelung

§ 63 GEG

Raumweise Temperaturregelung ist vorgeschrieben. Ausnahme: Räume unter 6 m². Von Standard-Thermostaten bis Smart-Home.

Oberflächentemperatur

DIN EN 1264

Max. 29 °C in Aufenthaltsbereichen, 35 °C in Randzonen, 33 °C in Bädern. In der Praxis liegen die Werte meist bei 24–26 °C.

Häufige Fragen

Fragen zur Nachrüstung

Nachrüstung planen? Wir beraten Sie kostenlos.

Bestandsaufnahme, Systemempfehlung und Fördermittelcheck: Alles in einem Termin, bevor Sie sich entscheiden.