Kostenübersicht

Was kostet eine Fußbodenheizung?

Neubau, Nachrüstung, Fräsen, Trockenbau oder elektrisch: Alle Systeme im Kostenvergleich. Transparent aufgeschlüsselt, damit Sie Angebote richtig vergleichen können.

Heizsystem & Wiederherstellung getrennt
Förderung bis 70 % möglich
Systemvergleich

Alle Systeme im Kostenvergleich

Reine Heizsystemkosten ohne Demontage und Wiederherstellung. Die tatsächlichen Gesamtkosten hängen vom Bestand ab. Im Neubau ist die Fußbodenheizung günstiger, weil sie direkt in der Rohbauphase eingeplant wird. Bei der Nachrüstung im Altbau kommen zusätzliche Kosten für Rückbau und Wiederherstellung des Bodenbelags hinzu.

Neubau (Nasssystem)

40–100 €/m²

Einbaukosten

  • Inkl. Rohre, Verteiler, Regelung
  • Estrich und Dämmung oft separat
  • Günstigstes System pro m²

Fräsen (Altbau)

30–70 €/m²

Fräsen + Verlegen

  • Keine Aufbauhöhe
  • Zementestrich ab 4 cm nötig
  • Günstigstes Nachrüstverfahren

Trockenbau (Altbau)

80–140 €/m²

Material + Einbau

  • Ab ca. 20 mm Aufbauhöhe
  • Jeder Untergrund möglich
  • Ideal für Holzbalkendecken

Elektrisch

20–60 €/m²

Material (Heizmatten)

  • Günstigste Anschaffung
  • Höchste Betriebskosten
  • Nur als Zusatzheizung sinnvoll
Gesamtkosten verstehen

Was viele Angebote nicht enthalten

Der €/m²-Preis für das Heizsystem ist nur ein Teil der Gesamtkosten. Die Wiederherstellung ist oft der größte Kostenblock und wird in vielen Angeboten nicht oder nur pauschal genannt.

Demontage alter Bodenbeläge
20–40 €/m²
Abhängig vom Material
Heizkreisverteiler
500–1.500 €
Je nach Anzahl Kreise
Hydraulischer Abgleich
500–1.200 €
Verfahren B, Pflicht
Regelung / Thermostate
200–800 €
Pro Raum 50–200 €
Spachteln / Ausgleich
10–25 €/m²
Bei unebenem Untergrund
Randdämmstreifen
3–8 €/lfm
Umlaufend an Wänden
Bodenbelag neu
30–80 €/m²
Fliesen, Vinyl, Parkett
Türanpassungen
50–150 €/Tür
Kürzen oder neue Zargen

Unsere Kalkulation: Wir trennen in jedem Angebot "Heizsystemkosten" und "Wiederherstellungskosten". So sehen Sie genau, wofür Sie zahlen, und können Angebote seriös vergleichen. Die Wiederherstellung ist oft der Kostenblock, der Angebote "sprengt", wenn er nicht von Anfang an transparent aufgeführt wird.

Kostentreiber

Was beeinflusst den Preis?

Systemwahl

Nasssystem, Fräsen, Trockenbau, Dünnschicht oder elektrisch. Jedes System hat unterschiedliche Material- und Arbeitskosten.

Untergrundzustand

Tragfähig, rissfrei, trocken? Je schlechter der Zustand, desto mehr Vorbereitung. Bei Fräsen: Estrichdicke entscheidend.

Rohrabstand

Engerer Rohrabstand = mehr Material, mehr Arbeitszeit, größerer Verteiler. Beeinflusst aber auch die Heizleistung.

Regelungstechnik

Standard-Thermostate oder Smart-Home? Raumweise Regelung ist Pflicht (§ 63 GEG), die Technik dahinter variiert stark im Preis.

Wiederherstellung

Neuer Bodenbelag, Spachteln, Türanpassungen. Oft der größte Einzelposten, in vielen Angeboten nicht oder nur pauschal enthalten.

Fläche

Größere Flächen senken den €/m²-Preis, da Fixkosten (Verteiler, Anschluss, An-/Abfahrt) auf mehr Quadratmeter verteilt werden.

Kosten senken

Bis zu 70 % Förderung möglich

KfW 458: Heizungstausch

  • Bis zu 70 % der förderfähigen Kosten
  • Max. 30.000 € im Einfamilienhaus
  • FBH als Umfeldmaßnahme förderfähig
  • Hydraulischer Abgleich Voraussetzung

BAFA BEG-EM: Optimierung

  • 15 % Grundfördersatz
  • iSFP-Bonus möglich
  • Heizungsanlage muss älter als 2 Jahre sein
  • Verfahren B beim hydraulischen Abgleich
Preisbeispiele

Realistische Kosten nach Raumgröße

Badezimmer

8 m²Heizfläche

Fräsen oder Trockenbau

  • Heizsystem400 bis 800 €
  • Wiederherstellung600 bis 1.200 €
  • Verteiler anteilig200 bis 400 €
  • Hydraulischer Abgleich150 bis 300 €
Gesamt1.350 bis 2.700 €

Wohnzimmer

30 m²Heizfläche

Fräsen oder Trockenbau

  • Heizsystem1.500 bis 3.000 €
  • Wiederherstellung1.800 bis 3.600 €
  • Verteiler anteilig300 bis 600 €
  • Hydraulischer Abgleich200 bis 400 €
Gesamt3.800 bis 7.600 €

Einfamilienhaus

120 m²Heizfläche

Fräsen (Komplettumrüstung)

  • Heizsystem4.800 bis 8.400 €
  • Wiederherstellung6.000 bis 12.000 €
  • Verteiler komplett800 bis 1.500 €
  • Hydraulischer Abgleich500 bis 1.200 €
Gesamt12.100 bis 23.100 €

Hinweis: Alle Preise sind Richtwerte inkl. MwSt. für NRW (Stand 2026). Die tatsächlichen Kosten hängen vom Untergrundzustand, Bodenbelag und Systemwahl ab. Bei Förderung über KfW 458 können bis zu 70 % der förderfähigen Kosten erstattet werden.

Betriebskosten

Jährliche Heizkosten nach Energieträger

Rechenbeispiel für ein Einfamilienhaus mit 120 m² Heizfläche und einem jährlichen Wärmebedarf von ca. 10.000 kWh.

Gasbrennwert

ca. 1.000 €/Jahr
  • Gaspreis ca. 10 ct/kWh
  • Vorlauftemperatur 35 °C optimal
  • Brennwerteffekt voll nutzbar

Wärmepumpe

ca. 700 €/Jahr
  • Strompreis ca. 28 ct/kWh
  • COP 4,0 bei 35 °C Vorlauf
  • Effizienteste Kombination mit FBH

Fernwärme

ca. 1.100 €/Jahr
  • Arbeitspreis ca. 9 bis 12 ct/kWh
  • Grundpreis je nach Anbieter
  • Keine eigene Wartung nötig

Zum Vergleich: Heizkörper mit Gasbrennwert benötigen bei gleicher Wohnfläche ca. 12.000 bis 14.000 kWh/Jahr, weil die höhere Vorlauftemperatur (55 bis 70 °C) zu größeren Verlusten führt. Die Fußbodenheizung spart allein durch die niedrige Vorlauftemperatur 15 bis 25 % Energie.

Amortisation

Wann rechnet sich die Investition?

15 bis 25 %

Energieeinsparung

Niedrigere Vorlauftemperatur bedeutet weniger Wärmeverluste. In Kombination mit Wärmepumpe steigt der Effekt auf bis zu 35 %.

8 bis 14 Jahre

Amortisationszeit

Bei Nachrüstung mit Fräsverfahren und Gasbrennwert. Mit Wärmepumpe und Förderung verkürzt sich die Zeit auf 5 bis 8 Jahre.

3 bis 5 %

Wertsteigerung

Eine Fußbodenheizung steigert den Immobilienwert. Käufer erwarten moderne Heiztechnik, besonders in Kombination mit Wärmepumpe.

Ohne Förderung

  • Investition Nachrüstung: ca. 15.000 €
  • Jährliche Einsparung: ca. 300 bis 500 €
  • Amortisation: ca. 12 bis 14 Jahre
  • Lebensdauer FBH: 40 bis 50 Jahre

Mit Förderung (KfW 458)

  • Eigenanteil nach Förderung: ca. 5.000 bis 8.000 €
  • Jährliche Einsparung: ca. 500 bis 800 €
  • Amortisation: ca. 5 bis 8 Jahre
  • Zusätzlich: höherer Immobilienwert
Häufige Fragen

Fragen zu den Kosten

Was kostet es bei Ihnen konkret?

Richtwerte helfen bei der Orientierung. Für einen belastbaren Preis brauchen wir den Bestand. Bestandsaufnahme, Systemempfehlung und Fördermittelcheck: kostenlos und unverbindlich.